Biodynamischer Weinbau

Die konsequente Qualitätsorientierung brachte Fritz Wieninger dazu, seine Weingärten nach bio-dynamischen Richtlinien zu bewirtschaften. Das Ergebnis: Ein lebendiger Boden mit gesunden Reben und naturnahe hochwertige Weine.

Fritz Wieninger zum Hintergrund: 2005 war für mich ein Schlüsseljahr. Wegen der Witterung musste sehr viel Pflanzenschutz eingesetzt werden und der Erfolg war trotzdem nur mäßig. Ich besann mich darauf, dass wir uns mehr um die Selbstheilungskräfte der Reben bemühen müssen. Der Schlüssel dazu ist der Boden – der Standort der Rebe. Aus der Monokultur Weingarten wird so ein funktionierendes Ökosystem.

Im Mittelpunkt stehen nicht der hohe Ertrag sondern die Gesundheit, die Selbstheilungskraft sowie die Qualität der Reben und des Weins. Durch die biodynamische Bewirtschaftung steigen die Artenvielfalt, die Menge von Mikroorganismen und der Humusgehalt der Böden. Auf Herbizide, Pestizide und systemische Spritzmittel und Kunstdünger wird vollkommen verzichtet. Gearbeitet wird beispielsweise mit Aufgüssen und bio-dynamischen Präparaten. Eine ausgeklügelte Begrünung der Weingärten unterstützt das optimale Gedeihen von Fauna und Flora.

Entstehung der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung
Die biologisch-dynamische Landwirtschaft geht auf den österreichischen Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) zurück. Beim biologisch-dynamischen Weinbau wird der gesamte Lebensraum – also auch andere Pflanzen und Tiere wie Insekten – rund um die Rebe miteinbezogen. Im Mittelpunkt steht die Stärkung des Bodens.