Wiener Riesling 2016

1814
Alkohol: 12,5 % Vol.
Säure: 6,5 g/l
Zucker: 1,2 g/l

Jahrgang

Einem durchschnittlichen Winter folgte ein etwas späterer Austrieb und gegen Ende April leider auch ein massiver Spätfrost. Besonders die Lagen am Bisamberg und hier vor allem jene Sorten, die bereits stärker ausgetrieben waren wie Chardonnay oder der Zweigelt, hat es stark getroffen. Die betroffenen Weingärten haben sich im Laufe des Jahres gut erholt, aber die Erträge blieben hier leider sehr bescheiden. Die Blüte gegen Mitte Juni verlief bei herrlichem Wetter ohne Störungen und dann folgte ein durchwachsener Sommer mit moderaten Temperaturen und viel Regen. Vor allem die Junganlagen haben den oftmaligen Regen genossen und wuchsen wie nie zuvor. Allerdings war die dauernde Feuchtigkeit im Weingarten auch sehr förderlich für die diversen Krankheiten, wie Oidium und Peronospora. Nur dem unermüdlichen Einsatz meiner Mannschaft bei der Laubarbeit ist zu verdanken, dass wir nicht gröbere Schäden erleiden mussten. Der September war besonders schön, trocken und warm. Die Lese startete somit früh und brachte vollreife Trauben. Ab den ersten Oktobertagen kam dann sehr plötzlich der Herbst mit kalten Temperaturen, ein idealer Zeitpunkt für die Lese der Lagenweine. 2016 ist ein Jahrgang mit guter Konzentration und verspielter Frucht, sehr aromaintensiv. Spannend für Weiß wie auch Rotweine.

 

Boden

Die Trauben vom Wiener Riesling 2016 stammen zu 30% vom Bisamberg und zu 70% vom Nußberg. Die Böden am Bisamberg bestehen aus leichtem, sandigem Löß auf massivem Kalkstein im Untergrund und der Nußberg besteht hauptsächlich aus Muschelkalkverwitterungsboden, ebenfalls auf massivem Kalkstein. Der Bisamberg steht hier eher für eine offene, marillenartige Frucht, der Nußberg bringt mehr Mineralität und eher pfirsichartige Aromen.

 

Weingarten und Keller: 

Die Trauben stammen ausschließlich von Weingärten, die seit dem Jahr 2008 nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaftet werden. Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese wurden die einzelnen Partien des Riesling Wien nach etwa 5 Stunden Maischestandzeit vorsichtig abgepreßt. Der vorgeklärte Most wurde gekühlt im Stahltank mittels Spontanhefe vergoren und ausgebaut, um den duftigen Charakter so gut wie möglich zu betonen und die Terriornoten zu unterstreichen. Nach einer mittleren Lagerzeit auf der Feinhefe wurden die einzelnen Partien im Jänner 2017 zusammengestellt und abgefüllt.

Weinbeschreibung: 

Feine und reife Pfirsicharomen in der Nase mit Anklängen an Mango und Ananas. Am Gaumen lebendig mit guter Komplexität und extraktsüßer Steinobstnote. Bereits als Jungwein vermag der Riesling mit seiner charmanten und frischen Art zu gefallen und ist ein idealer Begleiter zur würzigen asiatischen Speisen und auch zu hellem gebackenem Fleisch.