Riesling Nussberg 2016

1891
Alkohol: 13,5 %Vol.
Säure: 6,7 g/l
Zucker: 2,4 g/l

Jahrgang: 

Einem durchschnittlichen Winter folgte ein etwas späterer Austrieb und gegen Ende April leider auch ein massiver Spätfrost. Besonders die Lagen am Bisamberg und hier vor allem jene Sorten, die bereits stärker ausgetrieben waren wie Chardonnay oder der Zweigelt, hat es stark getroffen. Die betroffenen Weingärten haben sich im Laufe des Jahres gut erholt, aber die Erträge blieben hier leider sehr bescheiden. Die Blüte gegen Mitte Juni verlief bei herrlichem Wetter ohne Störungen und dann folgte ein durchwachsener Sommer mit moderaten Temperaturen und viel Regen. Vor allem die Junganlagen haben den oftmaligen Regen genossen und wuchsen wie nie zuvor. Allerdings war die dauernde Feuchtigkeit im Weingarten auch sehr förderlich für die diversen Krankheiten, wie Oidium und Peronospora. Nur dem unermüdlichen Einsatz meiner Mannschaft bei der Laubarbeit ist zu verdanken, dass wir nicht gröbere Schäden erleiden mussten. Der September war besonders schön, trocken und warm. Die Lese startete somit früh und brachte vollreife Trauben. Ab den ersten Oktobertagen kam dann sehr plötzlich der Herbst mit kalten Temperaturen, ein idealer Zeitpunkt für die Lese der Lagenweine. 2016 ist ein Jahrgang mit guter Konzentration und verspielter Frucht, sehr aromaintensiv. Spannend für Weiß wie auch Rotweine.

Boden: 

Die Trauben des Riesling Nußberg stammen normalerweise von einem Weingarten in der Ried Preussen am Nußberg, aber aufgrund der geringen Erträge und der hohen Reife wurden auch die Trauben der Rieden Obere Schoß und Purgstall herangezogen, die sich ebenfalls alle am Nußberg befinden. Die Böden bestehen aus kalkreichen Muschelkalkverwitterungen mit Kalkstein im Untergrund, der Kalkfelsen tritt zuweilen bis an die Oberfläche.

Weingarten und Keller: 

Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese gegen Ende Oktober wurden die Trauben ein weiteres Mal im Keller durch eine automatische Sortieranlage von eingeschrumpften Beeren und gerbstoffreichen Stielteilen befreit. Danach wurde die Maische nach etwa 5 Stunden Maischestandzeit bei sehr kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepreßt und im Stahltank mit Spontanhefe vergoren. Nach einigen Monaten der Lagerung des fertigen Weines auf der Feinhefe wird er im Mai 2016 in Flaschen gefüllt.

Weinbeschreibung: 

Helles Gelbgrün, delikate Frucht, zarte Blütenaromen, etwas Honig, Pfirsichkonfit, mineralische Nuancen. Straff, finessenreiche Struktur, salzig – mineralisch im Abgang mit guter Länge mit sehr gutem Alterungspotential. Ein haromierender Wein zu asiatischen Speisen , Meeresfrüchte, Fisch mit kräftiger Sauce und cremigen Risotto.