Riesling Nussberg 2017

1934
Alkohol: 13,5 %Vol.
Säure: 6,9 g/l
Zucker: 3,1 g/l

Jahrgang


Einem eher kühleren Winter folgte ein sehr milder März, der zu einem gefährlich frühen Austrieb führte. Allerdings zeigte sich dafür der April unterdurchschnittlich kühl, sodass der Austrieb sehr langsam ablief, leider auch wieder mit leichten Frostschäden bei den empfindlichen Sorten Chardonnay und Zweigelt, allerdings deutlich geringer als im Frostjahr 2016. Der erstmalige Einsatz von abbrennenden Strohballen half hier sicherlich die Schäden in Grenzen zu halten. Der Mai und ebenso der Juni zeigten sich in einer frühsommerlichen Freundlichkeit und sorgten für eine problemlose Blüte in der ersten Junihälfte. Die Niederschläge waren allerdings rar und wenig ausgiebig und so kamen wir in einen eher heißeren Sommer mit weiterhin wenig Regen. Gelegentliche Gewitter retteten die Reben durch den Sommer, der als der Drittheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte eingeht. Ein früher Erntebeginn in den ersten Septembertagen war notwendig, um die Säure und Frische der Weine zu erhalten, denn dies erschien uns besonders wichtig. Der September zeigte sich allerdings ungewohnt kühl mit einigen stärkeren Niederschlägen, die sich erfreulicherweise sehr positiv auf die Reben auswirkten, ebenso auf die Qualität der Trauben. Die Ernte wurde dadurch viel mehr auseinandergezogen und endete gegen Mitte Oktober mit sehr hohen Qualitäten sowohl bei Weißwein, als auch bei Rotwein, bei den leichteren Weinen, sowie bei den gehaltvollen Lagenweinen. Der Jahrgang 2017 glänzt mit intensiver Frucht, reifer Säure und zeigt sich aufgrund der früheren Ernte nicht so üppig wie erwartet, sondern sehr elegant mit viel Trinkfreudigkeit.

Boden

Die Trauben des Riesling Nußberg stammen normalerweise von einem Weingarten in der Ried Preussen am Nußberg, aber aufgrund der geringen Erträge und der hohen Reife wurden auch die Trauben der Rieden Obere Schoß und Purgstall herangezogen, die sich ebenfalls alle am Nußberg befinden. Die Böden bestehen aus kalkreichen Muschelkalkverwitterungen mit Kalkstein im Untergrund, der Kalkfelsen tritt zuweilen bis an die Oberfläche. Weingarten und Keller: Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese gegen Ende Oktober wurden die Trauben ein weiteres Mal im Keller durch eine automatische Sortieranlage von eingeschrumpften Beeren und gerbstoffreichen Stielteilen befreit. Danach wurde die Maische nach etwa 5 Stunden Maischestandzeit bei sehr kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepreßt und im Stahltank mit Spontanhefe vergoren. Nach einigen Monaten der Lagerung des fertigen Weines auf der Feinhefe wird er im Juni 2018 in Flaschen gefüllt.

Weinbeschreibung

Helles Gelbgrün, delikate Frucht, zarte Blütenaromen, etwas Honig, weiße Pfirsichfrucht, mineralische Nuancen. Dicht, weiße Frucht, straff, lebendig und mineralisch, bleibt sehr lange anhaltend und besticht sowohl in der Jugend aber auch mit der Reife.  Ein harmonierender Wein zu asiatischen Speisen , Meeresfrüchte, Fisch mit kräftiger Sauce und cremigen Risotto.