Grüner Veltliner Preussen

1889
Alkohol: 13,5 % Vol.
Säure: 6,1 g/l
Zucker: 1,1 g/l

Jahrgang: 

Einem durchschnittlichen Winter folgte ein etwas späterer Austrieb und gegen Ende April leider auch ein massiver Spätfrost. Besonders die Lagen am Bisamberg und hier vor allem jene Sorten, die bereits stärker ausgetrieben waren wie Chardonnay oder der Zweigelt, hat es stark getroffen. Die betroffenen Weingärten haben sich im Laufe des Jahres gut erholt, aber die Erträge blieben hier leider sehr bescheiden. Die Blüte gegen Mitte Juni verlief bei herrlichem Wetter ohne Störungen und dann folgte ein durchwachsener Sommer mit moderaten Temperaturen und viel Regen. Vor allem die Junganlagen haben den oftmaligen Regen genossen und wuchsen wie nie zuvor. Allerdings war die dauernde Feuchtigkeit im Weingarten auch sehr förderlich für die diversen Krankheiten, wie Oidium und Peronospora. Nur dem unermüdlichen Einsatz meiner Mannschaft bei der Laubarbeit ist zu verdanken, dass wir nicht gröbere Schäden erleiden mussten. Der September war besonders schön, trocken und warm. Die Lese startete somit früh und brachte vollreife Trauben. Ab den ersten Oktobertagen kam dann sehr plötzlich der Herbst mit kalten Temperaturen, ein idealer Zeitpunkt für die Lese der Lagenweine. 2016 ist ein Jahrgang mit guter Konzentration und verspielter Frucht, sehr aromaintensiv. Spannend für Weiß wie auch Rotweine.

Boden: 

Die Trauben des Grünen Veltliner Preussen stammen aus der gleichnamigen Riede, die sich im Zentrum des Nussberges befindet. Der Weingarten ist über 40 Jahre alt, wurde lange Zeit vom Mayer am Pfarrplatz bewirtschaftet bis er 2005 von mir übernommen wurde. 2008 stellte ich den Weingarten auf biodynamische Landwirtschaft um und seit 2011 ist er fertig zertifiziert. Der Boden besteht hier überwiegend aus extrem kalkreichen Verwitterungen von Kalk- und Sandstein, im oberen Bereich des Weingartens erreicht der Fels sogar die Oberfläche.

 

Weingarten und Keller: 

Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese in den letzten Oktobertagen und einem peniblen Aussortieren von Botrytis, wurden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 5 Stunden Maischestandzeit bei sehr kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepresst. Die Vergärung mittels Spontanhefe erfolgte aufgrund der geringen Menge zu 100% im  Stahltank. Nach einigen Monaten der Lagerung des fertigen Weines auf der Feinhefe wird er im April in Flaschen abgefüllt.

 

Weinbeschreibung:

 In der Nase rauchige Würze, gelbe Ringlotten, feine Quittenfrucht, angenehme Kräuterwürze. Am Gaumen ausgewogen, finessenreiche Säurestruktur, ein feiner Zitrustouch, mineralischer Nachhall, sehr gutes Reifepotenzial. Ein stoffiger Speisenbegleiter, der sich besonders mit der klassischen Wiener Küche verstehen wird.