Grüner Veltliner Preussen

990
Alkohol: 13,5 % Vol.
Säure: 6,3 g/l
Zucker: 2,1 g/l

Jahrgang

Nach einem milden Winter und einem kalten Frühling folgte ein warmer Mai. Auf Grund der gemäßigten Temperaturen, begann die Blüte bereits sehr früh, Anfang Juni. Anschließend wechselten die Temperaturen von warm zu kalt. Die Blüte verlief gut und die Weingärten wuchsen im Frühsommer sehr schnell. Der Sommer war geprägt von extrem heißen Perioden mit Tagestemperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Zum Ende des Sommers folgte etwas Regen, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten ein gutes Säure-Zucker Verhältnis in den Trauben. Die Weinernte begann in diesem Jahr so früh wie noch nie: Erntebeginn war der 1. September und bereits am 13. Oktober konnten wir noch rechtzeitig vor einer längeren Regenperiode die letzten Trauben in das Weingut bringen. Die Weine präsentieren sich frisch, lebendig, reizvoll und absolut untypisch für einen heißen Jahrgang.

Boden

Die Trauben des Grünen Veltliner Preussen stammen aus der gleichnamigen Riede, die sich im Zentrum des Nußberges befindet. Der Weingarten ist über 40 Jahre alt, wurde lange Zeit vom Mayer am Pfarrplatz bewirtschaftet bis er 2005 von mir übernommen wurde. 2008 stellte ich den Weingarten auf biodynamische Landwirtschaft um und seit 2011 ist er fertig zertifiziert. Der Boden besteht hier überwiegend aus extrem kalkreichen Verwitterungen von Kalk- und Sandstein, im oberen Bereich des Weingartens erreicht der Fels sogar die Oberfläche.

Weingarten und Keller

Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese in den letzten Oktobertagen und einem peniblen Aussortieren von Botrytis, wurden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 5 Stunden Maischestandzeit bei sehr kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepreßt. Die Vergärung mittels Spontanhefe erfolgte aufgrund der geringen Menge zu 100% imStahltank. Nach einigen Monaten der Lagerung des fertigen Weines auf der Feinhefe wird er im April in Flaschen abgefüllt.

Weinbeschreibung

In der Nase rauchige Würze, gelbe Ringlotten, feine Quittenfrucht, angenehme Kräuterwürze. Am Gaumen ausgewogen, finessenreiche Säurestruktur, ein feiner Zitrustouch, mineralischer Nachhall, sehr gutes Reifepotenzial. Ein stoffiger Speisenbegleiter, der sich besonders mit der klassischen Wiener Küche verstehen wird.