Nussberg Grüner Veltliner 2017

1888
Alkohol: 13,0 % Vol.
Säure: 6,0 g/l
Zucker: 1,0 g/l

Jahrgang: 

Einem eher kühleren Winter folgte ein sehr milder März, der zu einem gefährlich frühen Austrieb führte. Allerdings zeigte sich dafür der April unterdurchschnittlich kühl, sodass der Austrieb sehr langsam ablief, leider auch wieder mit leichten Frostschäden bei den empfindlichen Sorten Chardonnay und Zweigelt, allerdings deutlich geringer als im Frostjahr 2016. Der erstmalige Einsatz von abbrennenden Strohballen half hier sicherlich die Schäden in Grenzen zu halten. Der Mai und ebenso der Juni zeigten sich in einer frühsommerlichen Freundlichkeit und sorgten für eine problemlose Blüte in der ersten Junihälfte. Die Niederschläge waren allerdings rar und wenig ausgiebig und so kamen wir in einen eher heißeren Sommer mit weiterhin wenig Regen. Gelegentliche Gewitter retteten die Reben durch den Sommer, der als der Drittheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte eingeht. Ein früher Erntebeginn in den ersten Septembertagen war notwendig, um die Säure und Frische der Weine zu erhalten, denn dies erschien uns besonders wichtig. Der September zeigte sich allerdings ungewohnt kühl mit einigen stärkeren Niederschlägen, die sich erfreulicherweise sehr positiv auf die Reben auswirkten, ebenso auf die Qualität der Trauben. Die Ernte wurde dadurch viel mehr auseinandergezogen und endete gegen Mitte Oktober mit sehr hohen Qualitäten sowohl bei Weißwein, als auch bei Rotwein, bei den leichteren Weinen, sowie bei den gehaltvollen Lagenweinen. Der Jahrgang 2017 glänzt mit intensiver Frucht, reifer Säure und zeigt sich aufgrund der früheren Ernte nicht so üppig wie erwartet, sondern sehr elegant mit viel Trinkfreudigkeit.

Boden: 

Die Trauben des Grünen Veltliner Nußberg stammen von zwei Weingärten am Nußberg, der Ried Muckenthal und der Ried Serfellner. Die Böden sind relativ homogen, allesamt aus kalkreichem Muschelkalk mit Kalkstein im Untergrund. Einzig der Lehmanteil ist etwas unterschiedlich, die Riede Muckenthal verfügt über den lehmreichsten und damit schwersten Boden des Nußberges.

Weingarten und Keller: 

Die Trauben stammen bereits aus Weingärten, die zertifiziert nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaftet werden. Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese  und einer weiteren Selektion durch eine neu installierte, vollautomatische Traubensortieranlage wurden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 3 Stunden Maischestandzeit bei kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepresst. Der vorgeklärte Most wurde gekühlt im Stahltank mittels Spontanhefe vergoren und ausgebaut, um den duftigen Charakter so gut wie möglich zu betonen und die Terroir Noten zu unterstreichen. Nach einer mittleren Lagerzeit auf der Feinhefe wurden die einzelnen Partien Anfang 2018 zusammengestellt und abgefüllt.

Weinbeschreibung:

Helles Grüngelb. In der Nase rauchig-kräuterwürzig unterlegte frische Apfelfrucht, zarte Nuancen von Honigmelone, attraktives Bukett. Am Gaumen saftig, zart nach Marille, finessenreiche Säurestruktur, mineralisch, Honig, wirkt überraschend leichtfüßig und animierend. Der Wein besticht durch sein gutes Entwicklungspotential. Harmoniert mit Wiener Klassiker sowie Fisch und Meeresfrüchte.