Grüner Veltliner Nussberg 2016

1813
Alkohol: 12,5 % Vol.
Säure: 4,8 g/l
Zucker: 1,0 g/l

Jahrgang:

Einem durchschnittlichen Winter folgte ein etwas späterer Austrieb und gegen Ende April leider auch ein massiver Spätfrost. Besonders die Lagen am Bisamberg und hier vor allem jene Sorten, die bereits stärker ausgetrieben waren wie Chardonnay oder der Zweigelt, hat es stark getroffen. Die betroffenen Weingärten haben sich im Laufe des Jahres gut erholt, aber die Erträge blieben hier leider sehr bescheiden. Die Blüte gegen Mitte Juni verlief bei herrlichem Wetter ohne Störungen und dann folgte ein durchwachsener Sommer mit moderaten Temperaturen und viel Regen. Vor allem die Junganlagen haben den oftmaligen Regen genossen und wuchsen wie nie zuvor. Allerdings war die dauernde Feuchtigkeit im Weingarten auch sehr förderlich für die diversen Krankheiten, wie Oidium und Peronospora. Nur dem unermüdlichen Einsatz meiner Mannschaft bei der Laubarbeit ist zu verdanken, dass wir nicht gröbere Schäden erleiden mussten. Der September war besonders schön, trocken und warm. Die Lese startete somit früh und brachte vollreife Trauben. Ab den ersten Oktobertagen kam dann sehr plötzlich der Herbst mit kalten Temperaturen, ein idealer Zeitpunkt für die Lese der Lagenweine. 2016 ist ein Jahrgang mit guter Konzentration und verspielter Frucht, sehr aromaintensiv. Spannend für Weiß wie auch Rotweine.

Boden:

Die Trauben des Grünen Veltliner Nußberg stammen von zwei Weingärten am Nußberg, der Ried Muckenthal und der Ried Serfellner. Die Böden sind relativ homogen, allesamt aus kalkreichem Muschelkalk mit Kalkstein im Untergrund. Einzig der Lehmanteil ist etwas unterschiedlich, die Riede Muckenthal verfügt über den lehmreichsten und damit schwersten Boden des Nußberges.

Weingarten und Keller:

Die Trauben stammen bereits aus Weingärten, die zertifiziert nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaftet werden. Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handleseund einer weiteren Selektion durch eine neu installierte, vollautomatische Traubensortieranlage wurden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 3 Stunden Maischestandzeit bei kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepresst. Der vorgeklärte Most wurde gekühlt im Stahltank mittels Spontanhefe vergoren und ausgebaut, um den duftigen Charakter so gut wie möglich zu betonen und die Terroir Noten zu unterstreichen. Nach einer mittleren Lagerzeit auf der Feinhefe wurden die einzelnen Partien Anfang 2017 zusammengestellt und abgefüllt.

Weinbeschreibung:

Helles Grüngelb. In der Nase rauchig-kräuterwürzig unterlegte frische Apfelfrucht, zarte Nuancen von Honigmelone, attraktives Bukett. Am Gaumen saftig, zart nach Marille, finessenreiche Säurestruktur, mineralisch, Honig, wirkt überraschend leichtfüßig und animierend. Der Wein besticht durch sein gutes Entwicklungspotential. Harmoniert mit Wiener Klassiker und Fisch und Meeresfrüchte.