Chardonnay Grand Select 2015

1810
Alkohol: 14,0 % Vol.
Säure: 4,7
Zucker: 1,5

Jahrgang: 

Nach einem milden Winter und einem kalten Frühling folgte ein warmer Mai. Auf Grund der gemäßigten Temperaturen, begann die Blüte bereits sehr früh, Anfang Juni. Anschließend wechselten die Temperaturen von warm zu kalt. Die Blüte verlief gut und die Weingärten wuchsen im Frühsommer sehr schnell. Der Sommer war geprägt von extrem heißen Perioden mit Tagestemperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Zum Ende des Sommers folgte etwas Regen, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten ein gutes Säure-Zucker Verhältnis in den Trauben. Die Weinernte begann in diesem Jahr so früh wie noch nie: Erntebeginn war der 1. September und bereits am 13. Oktober konnten wir noch rechtzeitig vor einer längeren Regenperiode die letzten Trauben in das Weingut bringen. Die Weine präsentieren sich frisch, lebendig, reizvoll und absolut untypisch für einen heißen Jahrgang.

Boden: 

Die Trauben vom Chardonnay Grand Select 2015 stammen ausschließlich von den Lagen des Wiener Bisamberges, genau von den zwei ältesten und besten Chardonnay Weingärten des Weingutes in der Ried Breiten und der Ried Kritschen. Beide Weingärten sind etwa 40 Jahre alt, ergeben von natur aus nur mehr sehr geringe Erträge und die Böden bestehen aus leichtem, sandigem Löß auf massivem Kalkstein im Untergrund. Wie alle Weingärten befinden sich auch diese seit 2008 in der Umstellung zur biologischen Landwirtschaft.

Weingarten und Keller: 

Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese im Bereich Mitte Oktober und einem peniblen Aussortieren von Botrytis, werden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 4 Stunden Maischestandzeit mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepreßt. Der Saft gärt kurz im Stahltank an und wird dann in 60% neue und 40% gebrauchte Barriques zur Vergärung umgezogen. Es werden ausschließlich Fäßer bester Qualität von französischer Eiche verwendet, deren Holz nicht gesägt, sondern gespalten wurde. Nach der Gärung erfolgt der malolaktische Säureabbau und der Wein wird alle 2 bis 3 Wochen umgerührt, damit die Hefe wieder in Schwebe kommt. Nach der Malolaktik kommen die Fäßer in den Keller und werden bei niedrigeren Temperaturen weitergelagert und auch weitergerührt. Nach insgesamt 26 Monaten wurde der Wein von den Fäßern gezogen und zusammengestellt und nach weiteren 6 Wochen ohne Filtration in Flaschen abgefüllt.

Weinbeschreibung: 

Zart mit Kokos unterlegte Nougatnote, feine Orangenfrucht, zarte Steinobstanklänge, braucht einiges an Luft, angenehme Kräuterwürze, sehr facettenreiches Bukett. Stoffig, Extraktsüße, seidige Textur, salziger Nachhall, sehr gute Länge, zitroniger Touch. Balanciert und lange anhaltend, sehr großes Reifepotenzial.