Chardonnay Classic 2017

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Alkohol: 12,5
Säure: 6,1 g/l
Zucker: 1,3 g/l

Jahrgang: 

Einem eher kühleren Winter folgte ein sehr milder März, der zu einem gefährlich frühen Austrieb führte. Allerdings zeigte sich dafür der April unterdurchschnittlich kühl, sodass der Austrieb sehr langsam ablief, leider auch wieder mit leichten Frostschäden bei den empfindlichen Sorten Chardonnay und Zweigelt, allerdings deutlich geringer als im Frostjahr 2016. Der erstmalige Einsatz von abbrennenden Strohballen half hier sicherlich die Schäden in Grenzen zu halten. Der Mai und ebenso der Juni zeigten sich in einer frühsommerlichen Freundlichkeit und sorgten für eine problemlose Blüte in der ersten Junihälfte. Die Niederschläge waren allerdings rar und wenig ausgiebig und so kamen wir in einen eher heißeren Sommer mit weiterhin wenig Regen. Gelegentliche Gewitter retteten die Reben durch den Sommer, der als der Drittheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte eingeht. Ein früher Erntebeginn in den ersten Septembertagen war notwendig, um die Säure und Frische der Weine zu erhalten, denn dies erschien uns besonders wichtig. Der September zeigte sich allerdings ungewohnt kühl mit einigen stärkeren Niederschlägen, die sich erfreulicherweise sehr positiv auf die Reben auswirkten, ebenso auf die Qualität der Trauben. Die Ernte wurde dadurch viel mehr auseinandergezogen und endete gegen Mitte Oktober mit sehr hohen Qualitäten sowohl bei Weißwein, als auch bei Rotwein, bei den leichteren Weinen, sowie bei den gehaltvollen Lagenweinen. Der Jahrgang 2017 glänzt mit intensiver Frucht, reifer Säure und zeigt sich aufgrund der früheren Ernte nicht so üppig wie erwartet, sondern sehr elegant mit viel Trinkfreudigkeit.

Boden: 

Die Trauben vom Chardonnay Classic 2017 stammen fast ausschließlich von den Lagen des Wiener Bisamberges, ein einziger kleiner Weingarten befindet sich am Nußberg. Alle Weingärten befinden sich in einem vernünftigen Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Die Böden am Bisamberg bestehen aus leichtem, sandigem Löß auf massivem Kalkstein im Untergrund und der Nußberg besteht hauptsächlich aus Muschelkalkverwitterungsboden, ebenfalls auf massivem Kalkstein.

Weingarten und Keller: 

Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese im Bereich Mitte September werden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 3 Stunden Maischestandzeit mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepreßt. Die Vergärung erfolgte zu 80% im Stahltank und zu 20% in vielfach gebrauchten, großen Fässern von französischer und slawonischer Eiche. Der Stahltankanteil ist besonders wertbestimmend für diesen Wein, wollen wir doch eine möglichst intensive Frucht und selbstverständlich entfällt die malolaktische Gärung, um die Säure nicht zu stark zu vermindern. Nach relativ kurzer Lagerzeit im Gebinde wird der Wein zusammengestellt und in Flaschen abgefüllt.

Weinbeschreibung: 

Der Wein beginnt in der Nase mit verspielten Zitrusaromen, schwarzer Johannisbeere, etwas Steinobst und eine feine Kräuternote. Am Gaumen stoffig mit feiner Säurestruktur, rund und harmonisch, elegant und bereits sehr trinkanimierend, ein vielseitiger Speisenbegleiter, besonders passend zu leichten Fischgerichten und Meerestieren.