Grinzinger Spätlese

1906
Alkohol: 13,5%
Säure: 7,0 g/l
Zucker: 33,6 g/l

Jahrgang

Einem durchschnittlichen Winter folgte ein etwas späterer Austrieb und gegen Ende April leider auch ein massiver Spätfrost. Besonders die Lagen am Bisamberg und hier vor allem jene Sorten, die bereits stärker ausgetrieben waren wie Chardonnay oder der Zweigelt, hat es stark getroffen. Die betroffenen Weingärten haben sich im Laufe des Jahres gut erholt, aber die Erträge blieben hier leider sehr bescheiden.Die Blüte gegen Mitte Juni verlief bei herrlichem Wetter ohne Störungen und dann folgte ein durchwachsener Sommer mit moderaten Temperaturen und viel Regen. Vor allem die Junganlagen haben den oftmaligen Regen genossen und wuchsen wie nie zuvor. Allerdings war die dauernde Feuchtigkeit im Weingarten auch sehr förderlich für die diversen Krankheiten, wie Oidium und Peronospora. Nur dem unermüdlichen Einsatz meiner Mannschaft bei der Laubarbeit ist zu verdanken, dass wir nicht gröbere Schäden erleiden mussten. Der September war besonders schön, trocken und warm. Die Lese startete somit früh und brachte vollreife Trauben. Ab den ersten Oktobertagen kam dann sehr plötzlich der Herbst mit kalten Temperaturen, ein idealer Zeitpunkt für die Lese der Lagenweine. 2016 ist ein Jahrgang mit guter Konzentration und verspielter Frucht, sehr aromaintensiv. Spannend für Weiß wie auch Rotweine.

Boden

Besonders reife Trauben von alten Grüner Veltliner Reben in der Grinzinger Riede Muckenthal ergeben diesen feinmineralischen Süßwein mit würziger Frucht und elegantem Finish. Die Böden sind relativ homogen, allesamt aus kalkreichem Muschelkalk mit Kalkstein im Untergrund. Einzig der Lehmanteil ist etwas unterschiedlich, die Riede Muckenthal verfügt über den lehmreichsten und damit schwersten Boden des Nußberges.

Weingarten und Keller

Die Trauben für diese Spätlese stammen aus drei verschiedenen Lesedurchgänge bei denen immer nur die hochreifsten Trauben verwendet wurden. Die Trauben wurden schonend gerebelt und bei kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepresst. Der Most wurde im Stahltank vergoren und ausgebaut. Um den duftigen Charakter so gut wie möglich zu betonen und die Terroir Note zu unterstreichen wurde der Wein auf der Feinhefe gelagert.

Weinbeschreibung

In der Nase nach frischem Blütenhonig, reifer gelber Pfirsich, feiner Botrytistouch, etwas Bienenwachs und kandierte Zesten. Mittlerer Körper, feinwürzig, zart nussig, weiße Birnen und zart nach Quittengelee im Abgang. Ein hervorragender Begleiter zu Käse und fruchtigen Süßspeisen.