Pinot Noir Grand Select 2016

1893
Alkohol: 13,5% Vol.
Säure: 4,9 g/l
Zucker: 1,0 g/l

Jahrgang: 

Einem durchschnittlichen Winter folgte ein etwas späterer Austrieb und gegen Ende April leider auch ein massiver Spätfrost. Besonders die Lagen am Bisamberg und hier vor allem jene Sorten, die bereits stärker ausgetrieben waren wie Chardonnay oder der Zweigelt, hat es stark getroffen. Die betroffenen Weingärten haben sich im Laufe des Jahres gut erholt, aber die Erträge blieben hier leider sehr bescheiden. Die Blüte gegen Mitte Juni verlief bei herrlichem Wetter ohne Störungen und dann folgte ein durchwachsener Sommer mit moderaten Temperaturen und viel Regen. Vor allem die Junganlagen haben den oftmaligen Regen genossen und wuchsen wie nie zuvor. Allerdings war die dauernde Feuchtigkeit im Weingarten auch sehr förderlich für die diversen Krankheiten, wie Oidium und Peronospora. Nur dem unermüdlichen Einsatz meiner Mannschaft bei der Laubarbeit ist zu verdanken, dass wir nicht gröbere Schäden erleiden mussten. Der September war besonders schön, trocken und warm. Die Lese startete somit früh und brachte vollreife Trauben. Ab den ersten Oktobertagen kam dann sehr plötzlich der Herbst mit kalten Temperaturen, ein idealer Zeitpunkt für die Lese der Lagenweine. 2016 ist ein Jahrgang mit guter Konzentration und verspielter Frucht, sehr aromaintensiv. Spannend für Weiß wie auch Rotweine.

Boden: 

Die Trauben des Pinot Noir Grand Select 2016 stammen fast ausschließlich von den Lagen des Wiener Bisamberges, ein Weingärten befindet sich am Nußberg und nur die besten Trauben dieser Weingärten finden auch wirklich Verwendung. Die Böden am Bisamberg bestehen aus leichtem, sandigem Löß auf massivem Kalkstein im Untergrund und der Nußberg besteht hauptsächlich aus Muschelkalkverwitterungsboden, ebenfalls auf massivem Kalkstein. Der stetige Wind und der relativ geringe Niederschlag, dazu noch die tollen Drainageeigenschaften der sandigen Böden, machen vor allem den Wiener Bisamberg zu einem hervorragenden Rotweingebiet, aber auch den Nußberg darf man gerade beim Pinot Noir nicht unterschätzen.

Weingarten und Keller: 

Die Trauben werden abgebeert und die Maische anschließend in eigens geöffnete Doppelbarriques gefüllt. Diese werden anschließend sofort ins Kühlhaus transportiert, zur Kaltmazeration für etwa 6 Tage, danach wird mittels Spontanhefe die Maischegärung bei Normaltemperatur durchgeführt. Nach der Gärung und kurzer weiterer Mazeration wird die Maische abgepresst und in burgundische Barriques gefüllt, 50% der Fäßer sind übrigens neu. Sehr viel der Hefe wird mit in die Fäßer gefüllt und in regelmäßigen Abständen aufgerührt, bis zu 9 Monate lang. Nach etwa 22 Monaten ist der Ausbau im Barrique beendet und der Wein wird in ein großes Faß zusammengestellt. Ein Monat später erfolgt die Abfüllung ohne jeglicher Schönung oder Filtration.

Weinbeschreibung: 

In der Nase tabakig-teerige Würze, im Vordergrund Fruchtaromen von Himbeere und Kirsche. Am Gaumen saftige dunkelrotbeerige Frucht, mineralisch unterlegte Textur mit finessenreichen Säurebogen und feinem Tanninspiel. Hochelegant und sehr burgundisch mit sehr gutem Entwicklungspotenzial.